Dataset: ALLBUS-Basisumfrage 1991, Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften

Abstract

Trenderhebung zur gesellschaftlichen Dauerbeobachtung von Einstellungen, Verhalten und sozialem Wandel in Deutschland. Die Schwerpunkte dieser Untersuchung sind für 1991:

1.) Einstellungen zu Politik und Wirtschaft
2.) Nationalstolz
3.) Einstellungen zur deutschen Vereinigung
4.) Arbeit und Beruf
5.) Einstellungen zur sozialen Ungleichheit
6.) Einstellungen zu Ehe, Familie und Partnerschaft
7.) Sonstiges
8.) ALLBUS-Demographie
9.) Daten zum Interview
10.) Religion I (ISSP 1991)
11.) Abgeleitete Indizes


Themen:

1.) Einstellungen zu Politik und Wirtschaft:

Zufriedenheit mit der Demokratie in der Bundesrepublik;
Meinung zur Funktionsfähigkeit unseres politischen Systems (politische Unterstützung);
Zufriedenheit mit den Leistungen der Bundesregierung und der Landesregierung;
Wahlberechtigung und Wahlbeteiligung bei der letzten Bundestagswahl;
Wahlrückerinnerungsfrage;
Wahlabsicht (Sonntagsfrage);
politisches Interesse;
Postmaterialismus (Wichtigkeit von Ruhe und Ordnung, von Bürgereinfluß, von Inflationsbekämpfung und von freier Meinungsäußerung);
politische Partizipation;
Präferenz für Steuersenkung oder erhöhte soziale Leistungen;
Einstellung zum Zuzug von Aussiedlern, Asylsuchenden, EG-Arbeitnehmern und Nicht-EG-Arbeitnehmern;
Selbsteinstufung auf einem Links-Rechts-Kontinuum;
Beurteilung der derzeitigen und zukünftigen Wirtschaftslage in der Bundesrepublik und im eigenen Bundesland;
Beurteilung der eigenen derzeitigen und zukünftigen wirtschaftlichen Situation;
Einschätzung der Wirtschaftsentwicklung in den alten und den neuen Bundesländern.


2.) Nationalstolz:

Stolz auf deutsche Einrichtungen und deutsche Leistungen;
Stolz, ein Deutscher zu sein.


3.) Einstellungen zur deutschen Vereinigung:

Wiedervereinigung ist vorteilhaft für Westen bzw. Osten;
Abhängigkeit der Zukunft im Osten von der Leistungsbereitschaft seiner Bürger;
Fremdheit der Bürger im anderen Teil Deutschlands;
Leistungsdruck in den neuen Bundesländern;
Einstellung zum Umgang mit individueller Stasi-Vergangenheit;
wichtigste Kritikpunkte an der ehemaligen DDR;
Einschätzung des Sozialismus als Idee.


4.) Arbeit und Beruf:

Arbeitsorientierung und wichtigste Charakteristika des Berufs;
Interesse, sich künftig beruflich selbständig zu machen;
eigene berufliche Selbständigkeit in der Vergangenheit.


5.) Einstellungen zur sozialen Ungleichheit:

Gerechter Anteil am Lebensstandard;
wichtigste Voraussetzungen für Erfolg in der Gesellschaft;
Einstellung zum Sozialstaat und zu sozialen Unterschieden.


6.) Einstellungen zu Ehe, Familie und Partnerschaft:

Heirat bei dauernder Partnerschaft oder Geburt eines Kindes;
Familie als Glücksvoraussetzung;
Erziehungsziele;
Einstellung zur Berufstätigkeit von Frauen;
Taufe der Kinder;
regionale Herkunft des Lebenspartners bzw. Ehepartners.


7.) Sonstiges:

Allgemeines Vertrauen zu Mitmenschen und zu Politikern;
sozialer Pessimismus und Zukunftsorientierung (Anomia);
Verbundenheit mit der eigenen Gemeinde, mit dem Bundesland, mit der alten Bundesrepublik bzw. DDR, mit Gesamtdeutschland sowie mit der EG;
Wichtigkeit von Lebensbereichen;
Furcht vor Verlust des Arbeitsplatzes bzw. der betrieblichen Existenz.


8.) ALLBUS-Demographie:

Angaben zur befragten Person:
Geschlecht;
Geburtsdatum, Alter;
Wohnort (Bundesland, Regierungsbezirk, politische Gemeindegröße, Boustedt-Gemeindetyp);
Herkunft und Staatsangehörigkeit, Übersiedlung nach Ost- oder Westdeutschland, Interesse an einer Übersiedlung in den Ost- bzw. Westteil;
Konfession, Kirchgangshäufigkeit;
allgemeiner Schulabschluß, berufliche Ausbildung;
Erwerbsstatus;
Angaben zum gegenwärtigen Beruf, Stellungsdauer, Branche, Zugehörigkeit zum öffentlichen Dienst, berufliche Aufsichtsfunktion, wöchentliche Arbeitsdauer, Arbeitswegdauer;
Angaben zum ersten Beruf;
Zeitpunkt der Aufgabe hauptberuflicher Erwerbstätigkeit;
Angaben zum ehemaligen Beruf;
Dauer von Arbeitslosigkeit;
Befragteneinkommen;
Familienstand;
Führerscheinbesitz;
Alter beim Verlassen des Elternhauses;
Ehebiographie.

Angaben zum gegenwärtigen Ehepartner:
Zusammenleben vor der Ehe;
Alter;
allgemeiner Schulabschluß, berufliche Ausbildung;
Erwerbsstatus, Angaben zum gegenwärtigen bzw. ehemaligen Beruf;
Zeitpunkt der Aufgabe hauptberuflicher Erwerbstätigkeit.

Angaben zum ehemaligen Ehepartner:
Alter;
Angaben zum Beruf.

Angaben zum nichtehelichen Lebenspartner:
Dauer des Zusammenseins;
gemeinsamer Haushalt mit Lebenspartner;
Geburtsmonat, Geburtsjahr, Alter des Partners;
allgemeiner Schulabschluß, berufliche Ausbildung;
Erwerbsstatus, Angaben zum gegenwärtigen bzw. ehemaligen Beruf.

Angaben zu den Eltern des Befragten:
Allgemeiner Schulabschluß von Mutter und Vater;
Angaben zum Beruf des Vaters.

Haushaltsbeschreibung:
Haushaltsgröße, Anzahl von über 17-jährigen Haushaltspersonen (reduzierte Haushaltsgröße);
Haushaltseinkommen;
Zahl der Kinder;
Wohnungstyp;
Telephonanschluß.

Angaben zu den einzelnen Haushaltspersonen (Haushaltsliste):
Verwandtschaft der Haushaltspersonen zum Befragten;
Geschlecht der Personen;
ihr Geburtsmonat, Geburtsjahr, Alter;
Familienstand.

Gegenwärtige Mitgliedschaften des Befragten (Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Deutsche Angestellten-gewerkschaft (DAG), Christlicher Gewerkschaftsbund (CGB), Union Leitender Angestellter (ULA), Deutscher Beamtenbund (DBB), Bauernverband, Gewerbeverband, Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), Berufsverband der freien Berufe, sonstiger Berufsverband; Gesangverein, Sportverein, Hobby-Vereinigung, Heimat- oder Bürgerverein, sonstige gesellige Vereinigung, Vertriebenen- oder Flüchtlingsverband, Wohlfahrtsverband, kirchlicher oder religiöser Verein, Jugend- oder Studentenorganisation, politische Partei (auch frühere Mitgliedschaft), Bürgerinitiative, andere Vereine oder Verbände).


9.) Daten zum Interview:

Interviewbeginn und -ende;
Interviewdauer;
Gemeindegröße;
Anwesenheit des Befragten in den letzten 4 Tagen vor dem mündlichen Interview.


10.) Religion I (ISSP):

Persönliche Glückseinschätzung;
Einschätzung der sozialen Verantwortung des Staates bezüglich der Arbeitsbeschaffung und der Einkommensnivellierung;
härtere Strafen und Todesstrafe als Maßnahmen zur Verbrechensbekämpfung;
Einstellung zu vorehelichem Geschlechtsverkehr und zum Seitensprung in der Ehe;
Einstellung zur Homosexualität und zur Abtreibung;
Beurteilung der Rollenverteilung in der Ehe und Einstellung zu berufstätigen Frauen;
Steuerehrlichkeit und Einstellung zur Ehrlichkeit des Bürgers gegenüber dem Staat;
Vertrauen in Institutionen wie Bundestag, Handel, Industrie, Behörden, Kirchen, Gerichte und Schulen;
Einstellung zu gottesungläubigen Politikern und Amtsträgern;
Beeinflussung der Wähler sowie der Regierung durch Kirchenführer;
Meinung zur Macht von Kirchen und religiösen Organisationen.

Zweifel oder fester Gottesglaube;
empfundene Nähe zu Gott;
Entwicklung des persönlichen Glaubens an Gott;
Glauben an ein Leben nach dem Tod;
Glaube an den Teufel, den Himmel, die Hölle und an Wunder;
Bewertung der Bibel;
Fatalismus;
Sinn des Lebens und christliche Lebensdeutung;
Verbindung mit Verstorbenen;
religiöse Bindung an einen Wendepunkt im Leben;
Religionszugehörigkeit des Vaters und der Mutter;
eigene Religionszugehörigkeit;
Kirchgangshäufigkeit des Vaters, der Mutter und des Partners;
eigene Glaubensrichtung und Kirchgangshäufigkeit im Jugendalter;
Häufigkeit des Betens und der Teilnahme an religiösen Aktivitäten;
Selbsteinstufung eigener Religiosität;
Einstellung zum Schulgebet;
eigenes Gewissen, gesellschaftliche Regeln oder Gottes Gesetze als persönliche Entscheidungsbasis;
Einstellungen zum Verbot von Religionskritik in Literatur und Filmen;
Aufgaben der Kirche;
Aberglaube: Glaube an Glücksbringer, Wahrsager, Wunderheiler, Sternzeichen und Horoskope.


11.) Abgeleitete Indizes:

Postmaterialismus-Index (nach Inglehart);
Familientypologie, Haushaltsklassifikationen (nach Porst und Funk);
Berufsvercodung gemäß ISCO (International Standard Classification of Occupations) 1968 und 1988;
Berufsprestige (nach Treiman);
Magnitudeprestige (nach Wegener);
Klassenlagen (nach Goldthorpe);
Einordnungsberufe (nach Pappi und Terwey);
Transformationsgewicht;
Ost-West-Gewicht für gesamtdeutsche Auswertungen.

Variable Groups

Document Description

Full Title

ALLBUS-Basisumfrage 1991, Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften

Study Description

Full Title

ALLBUS-Basisumfrage 1991, Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften

Identification Number

ZA1990

Authoring Entity

Name Affiliation
Peter Ph. Mohler ZUMA, Mannheim
Michael Braun ZUMA, Mannheim
Michael Häder ZUMA, Mannheim
Erwin K. Scheuch Universität Köln

Producer

Name Affiliation Abbreviation Role
GESIS - Leibniz Institute for the Social Sciences (archive release data set and DDI documentation), http://www.gesis.org/ GESIS

Date of Production

2014-05-21

Place of Production

Cologne, Germany

Data Distributor

Name Affiliation Abbreviation
GESIS Data Archive for the Social Sciences GESIS - Leibniz Institute for the Social Sciences, Cologne, Germany GESIS

Version

Version 2.0.0 (2014-05-21), doi:10.4232/1.11922

Date: 2014-05-21

Type: GESIS archive edition

Version Responsibility Statement

GESIS Data Archive for the Social Sciences

Bibliographic Citation

GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften (2014):
ALLBUS-Basisumfrage 1991 (Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften Basisumfrage 1991). GESIS Datenarchiv, Köln. ZA1990 Datenfile Version 2.0.0, doi:10.4232/1.11922.

Topic Classification

Gesellschaft, Kultur

Geographic Coverage

Deutschland

Universe

Untersuchungsgebiet: Bundesrepublik Deutschland

Time Method

05.1991 - 07.1991

Data Collector

Infratest, München

Sampling Procedure

Mehrstufig geschichtete Zufallsauswahl (ADM-Mastersample) in Westdeutschland (incl. West-Berlin) und Ostdeutschland (incl. Ost-Berlin) aus allen Privathaushalten mit Personen (Deutsche und Ausländer), die zum Befragungstag das 18. Lebensjahr vollendet hatten.
Grundlage für die Auswahl war in Westdeutschland das von Infratest modifizierte ADM-Master-Design, in Ostdeutschland das Infratest-Mastersample Ost mit jeweils anschließendem Random-Route. Der disproportionale Stichprobenansatz war so gestaltet, daß die Zahl der auswertbaren Interviews ca. 3000 betrug, davon jeweils ca. 1500 aus West- und Ostdeutschland.
Zielpersonen mit nicht hinreichend guten Deutschkenntnissen zählen zu den systematischen Ausfällen.

Mode of Data Collection

Mündliche Befragung mit standardisiertem Fragebogen (PAPI - Paper and Pencil Interviewing) und schriftliche Zusatzbefragung (drop off) im Rahmen des ISSP.

Weighting

Bei der Auswertung der Daten des ALLBUS 1991 sind zwei Eigenschaften der Stichprobe zu beachten. Zum Einen ist dies die bewusste Überrepresentation (oversample) von Befragten aus den neuen Bundesländern. Zum Anderen ist zu beachten, dass es sich bei der Stichprobe des ALLBUS um eine Haushaltsstichprobe (ADM-Design) handelt. Bei Haushaltsstichproben werden die für Interviews vorgesehenen Haushalte mit gleicher Wahrscheinlichkeit ausgewählt. Die Auswahlchance der einzelnen Befragten unter einer bestimmten Haushaltsadresse hängt aber auch von der Anzahl der dortigen Haushaltsmitglieder ab, die der Grundgesamtheit der Umfrage angehören. Da pro Kontaktadresse nur eine Person interviewt wird, ist die Auswahlchance einer einzelnen Person im jeweiligen Haushalt umso geringer, je mehr Individuen dort leben. Vom Prinzip her muss deshalb bei jeder Auswertung auf Personenebene (z.B. zu persönlichen Einstellungen) eine Gewichtung proportional zum Wert der reduzierten Haushaltsgröße (Transformationsgewichtung) vorgenommen werden. Dieses Transformationsgewicht wird mit V521 bereitgestellt. Bei Auswertungen, die nicht zwischen alten und neuen Bundesländern trennen, muss zudem die Überrepräsentation von Befragten aus den neuen Bundesländern durch eine entsprechende Gewichtung der Daten ausgeglichen werden. Bei der gesamtdeutschen Auswertung von Personenmerkmalen ist dabei das Transformationsgewicht (V521) und das personenbezogene Ost-West-Gewicht (522) multiplikativ zu verknüpfen (Gewicht=V521*V522). Getrennte Analysen der alten und neuen Bundesländer auf Haushaltsebene bedürfen keiner Gewichtung.

Gewichtungsschema:

Analyse von Personenmerkmalen
- Ost und West getrennt: V521
- Gesamtdeutschland: V521*V522

Analyse von Haushaltsmerkmalen
- Ost und West getrennt: -

Siehe auch:
Bens, Arno 2006:
Zur Auswertung haushaltsbezogener Merkmale mit dem ALLBUS 2004, in: ZA-Information 59: 143 - 156.

Gabler, Siegfried 1994:
ALLBUS-Baseline-Studie 1991 und ALLBUS 1992: Ost-West Gewichtung der Daten, in: ZUMA-Nachrichten 35: 77 - 81.

Haarmann, Alexander, Evi Scholz, Martina Wasmer, Michael Blohm und Janet Harkness 2006:
Konzeption und Durchführung der ´Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften´ (ALLBUS) 2004, Mannheim: ZUMA-Methodenbericht Nr. 2006/06.

Terwey, Michael 2007:
Generelle Hinweise zur Auswertung der ALLBUS-Daten: Stichprobentypen und Gewichtungen, in: Michael Terwey, Arno Bens, Horst Baumann und Stefan Baltzer, Elektronisches Datenhandbuch ALLBUS 2006, ZA-Nr. 4500, Köln und Mannheim: GESIS: 12 - 18.

Availability Status

A

Access Authority

Name Affiliation E-mail address Universal Resource Identifier

Related Materials

ZA1990_cdb.pdf
(Codebuch)

ZA1990_fb.pdf
(Fragebogen)

Datasets

STATA
ZA1990_v2-0-0.dta

SPSS Portable
ZA1990_v2-0-0.por

SPSS
ZA1990_v2-0-0.sav

ZA1990_readme.pdf

ZA1990_Variablenliste_v2-0-0.txt

ZA1990_mb.pdf
(Methodenbericht)

Other References Note

Weitere Hinweise

Bei einem Teil der Fragen aus der ALLBUS-Demographie waren die Antwortvorgaben an die jeweiligen Besonderheiten in Ost- und Westdeutschland angepaßt. Die Frage nach Kritikpunkten an der früheren DDR wurde nur in Ostdeutschland gestellt.

Eine in der Demographie vereinfachte Version des Datensatzes (231 Variablen) ist als ALLBUScompact 1991 (ZA-Nr. 3715) zusätzlich vorhanden.

Zusätzliche ALLBUS-Datenserviceinformationen sind erreichbar unter:
http://www.gesis.org/Datenservice/ALLBUS/index.htm

Primary Sampling Units / Sample-Points

West: 314 Stimmbezirke (geschichtete Zufallsauswahl aus den Infratest zur Verfügung stehenden 3500 Stimmbezirken der ADM-Hauptstichprobe)
Ost: 408 Sample-Points (aus Infratest-Mastersample von Gemeinden)

Ausschöpfungsquote

West: 52,7 %
Ost: 56,9 %

Data Files Description

File Name

ZA1990-2.0.NSDstat

Overall Case Count

3058

Overall Variable Count

523

Type of File

Nesstar 200801

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